Gefahren durch das Schnarchen schon im Kindesalter

schnarchen in der nachtIn Deutschlands Schlafzimmern wird viel und ausgiebig geschnarcht. Rund sechs von zehn Männern und ca. vier von zehn Frauen sind aktive Schnarcher. Aber auch in den Kinderzimmern und Babywiegen ist die nächtliche Säge weitverbreitet. In einigen Fällen legt sich das beim Nachwuchs von selbst und es zieht keine negativen Folgen nach sich. Anhaltendes Schnarchen ist jedoch, genauso wie bei Erwachsenen, ein kritisches Phänomen und sollte untersucht werden.

Die wichtigste Frage lautet:

Was tun gegen schnarchen?

Schnarchen bei den Kids 

Die Häufigkeit des Kinderschnarchens ist etlichen Eltern gar nicht bewusst, auch wenn sie selbst ein schnarchendes Kind zuhause haben.

Schon weit vor dem 4. Lebensjahr schnarcht mindestens jedes zweite Kleinkind gelegentlich, davon tun es 8 Prozent während jeder Nacht. Mit dem Heranwachsen steigt auch die Zahl der regelmäßigen Schnarcher deutlich an und liegt bei den Vierjährigen bei etwa 13 Prozent.

Es kann harmlose Ursachen haben, insbesondere wenn das Schnarchen aufgrund besonderer Begebenheiten auftritt. Das kann zum Beispiel sein, wenn das Kind erkältet ist und Schnupfen hat. Ein verschnupftes Näschen atmet nicht frei und löst durch die behelfsmäßige Mundatmung das vernehmbare Röcheln und Knattern aus.

Ist die Schnarchfrequenz allerdings stark ausgeprägt und über einen längeren Zeitraum dauernd hörbar, empfiehlt sich der Besuch beim Kinderarzt. Denn dann besteht die Möglichkeit, dass eine Erkrankung oder das Vorhandensein einer Fehlstellung der Auslöser für das Schnarchen ist.

 

Gefahr im Verzug durch Dauerschnarchen

Fachleute haben mittels Studien herausgefunden, dass ausgeprägtes Schnarchen das Auftreten von Herz- oder Kreislauferkrankungen fördert. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche.

Schnarchende Schläfer haben vermehrte Atemaussetzer (Schlafapnoe), die bis zu acht Mal in der Stunde eintreten können. Das steigert die Gefahr von Schlaganfällen um mehr als das Doppelte. Außerdem führt der während eines Atemstillstandes entstehende Sauerstoffmangel zu möglichen Schädigungen der Blutgefäße.

Vergrößerte und entzündete Rachenmandeln können ebenso ein Grund für dauerhaftes Schnarchen und ein sogenanntes Begleitsymptom sein. Die Entfernung der erkrankten Polypen ist ein harmloser Eingriff und sorgt zudem dafür, dass die Entzündung nicht chronisch wird. Dies dient daher nicht nur als Mittel gegen das Schnarchen, sondern auch der sonstigen Gesundheitsförderung des Kindes.

 

gesunder schlafFehlstellungen im Kiefer als Schnarchgrund

Ein durch die Muskelerschlaffung nach hinten fallender Unterkiefer ist bei vielen Schnarchern die Ursache ihrer Schnarchkon
zerte. Das Schlafen in der Rückenlage begünstigt das noch.

Bei Kindern kann das allerdings ein Hinweis auf eine Fehlbildung des Kiefers sein.

Ein nach hinten fliehendes Kinn wird in der Medizin als mandibuläre Retrognathie bezeichnet. Bei dieser Fehlstellung ist der Unterkiefer im Verhältnis zur Schädelbasis sehr stark nach hinten verlagert und lässt die Oberlippe optisch hervortreten. Infolgedessen kann es zu einer Einengung der Atemwege kommen, was dem schädlichen Dauerschnarchen äußerst zuträglich ist.

Frühzeitige Korrekturen durch einen guten Kieferorthopäden, die am besten schon im Kindesalter vorgenommen werden, lösen das Problem der Kieferfehlstellung.

Neben der Verbesserung der Optik und der Förderung der Zahngesundheit ist eine Kieferkorrektur außerdem ein optimaler Schnarchschutz für die Zukunft.